Sommerfreizeit 2026 am Eyller See

Eine Woche, die Spuren hinterlässt

Eine Woche voller Abenteuer, Gemeinschaft und Glauben liegt hinter uns. Mit rund 40 Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitenden verbrachten wir unsere Sommerfreizeit im Erholungsgebiet Eyller See in Kerken. Gemeinsam wurde gezeltet, gespielt, gelacht, gepaddelt, geklettert, gesungen und gefeiert. Diese vielfältigen Programmpunkte machten die Woche besonders lebendig und abwechslungsreich.

Unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ stand jeder Tag unter einem geistlichen Thema. In Morgenimpulsen und Abendandachten ging es um Aufbruch, Vertrauen, Herausforderungen, Orientierung, Gemeinschaft und Verantwortung. Dabei wurden biblische Geschichten immer wieder mit den Erfahrungen der Teilnehmenden verbunden. Besonders eindrücklich war zu erleben, wie Erlebnispädagogik und Glaube miteinander verschmolzen: Beim Klettern wurde Vertrauen ganz konkret erfahrbar. Im Canadier auf dem See zeigte sich, dass ein Boot nur dann gut vorankommt, wenn alle zusammenarbeiten. Am Lagerfeuer wurde Gemeinschaft spürbar und im Jugendgottesdienst stand die Zusage im Mittelpunkt: „Getragen – von Gott und voneinander.“

Ein Höhepunkt der Woche war der Klettertag. Viele Teilnehmende wagten sich an den stationären Kletterturm, einige absolvierten sogar den Toprope-Schein. Gemeinsam mit einem externen Trainer beschäftigten wir uns außerdem mit dem Thema „Retten und Bergen“. Dabei wurde deutlich: Verantwortung beginnt nicht erst in großen Notfällen, sondern dort, wo Menschen aufmerksam aufeinander achten.

Auch das Kanufahren auf dem Elfrather See und der gemeinsame Aufstieg auf den Aussichtsturm bleiben vielen in Erinnerung. Vom Wasser und von oben eröffnete sich eine neue Perspektive – auf die Landschaft und vielleicht auch auf das eigene Leben.

Besonders berührt haben uns die Rückmeldungen nach der Freizeit. Mehrere Mitarbeitende beschrieben, wie präsent ihnen die Erlebnisse auch nach der Rückkehr noch sind. Eine Person schrieb sinngemäß, sie habe das Gefühl, dass sich innerlich etwas verändert habe und die Begegnungen der Woche sie nachhaltig berührt hätten. Eine andere erzählte, wie ungewohnt still die ersten Morgen zu Hause gewesen seien und wie sehr ihr die Gemeinschaft mit den vielen Menschen gefehlt habe. Wieder jemand anderes formulierte, dass diese Freizeit für immer einen Platz im Herzen behalten werde. Solche Rückmeldungen zeigen, dass in dieser Woche weit mehr entstanden ist als ein abwechslungsreiches Ferienprogramm.

Freizeiten leben nicht allein von einem guten Programm. Sie leben von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, einander zu unterstützen und Gemeinschaft zu gestalten. Deshalb gilt unser herzlicher Dank allen ehrenamtlichen Mitarbeitenden, dem Küchenteam, allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den Eltern, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Ohne dieses große Engagement wäre eine solche Woche nicht möglich.

Wir sind dankbar für viele fröhliche Gesichter, für neue Freundschaften, für persönliche Gespräche, für gemeinsame Herausforderungen und für das Vertrauen, das in dieser Woche gewachsen ist. Vor allem aber sind wir dankbar für die Erfahrung, dass Gott mitten unter uns war – am Lagerfeuer, auf dem Wasser, am Kletterturm, in den Andachten und in den vielen kleinen Begegnungen des Alltags.

Die Freizeit ist vorbei. Doch vieles von dem, was dort gewachsen ist, begleitet uns weiter. Und vielleicht ist genau das das schönste Geschenk einer solchen Woche.

Text u. Fotos: Udo Mandelkow, Jugendleiter