In ehrendem Gedenken

Wir können nicht alle Namen nennen – und doch sind sie alle in unserer Erinnerung gegenwärtig: Menschen, die geglaubt, gehofft, geliebt und gewirkt haben.

In diesem Raum des Gedenkens ehren wir herausragende Persönlichkeiten unserer Gemeinde, deren Leben und Wirken bleibende Spuren hinterlassen haben. Ihr Einsatz, ihr Glaube und ihr Herzblut sind Teil unserer Geschichte – und unserer Zukunft.

„Selig sind die, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.“

– Matthäus 5,4

Wir danken Gott für ihr Leben, ihr Beispiel und die Hoffnung, die sie gesät haben.
Ihr Andenken bleibe in Ehren.

Christian Hillbricht

Als CVJM-Birnbach und Kirchengemeinde trauern wir um Christian Hillbricht, der Anfang März im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

Als erster Katholik war er von 1991 bis 2014 Vorsitzender des CVJM Birnbach. Der aus einer schlesischen Flüchtlingsfamilie stammende Christian Hillbricht war nicht nur Katholik, sondern auch „Herzensökumeniker“ und so ließ er sich gerne auf das Miteinander mit uns ein.

Christian kam mit seinen Eltern nach der Flucht zunächst nach Brandenburg und gelangte von dort über das Emsland nach Birnbach.

Sein Vater Johannes wurde Verwalter und Hausmeister auf dem Michaelshof. Hier gab es zu der Zeit ein Kinderheim in katholischer Trägerschaft und Christian fand sich so schon entsprechend früh in die Jugendarbeit ein.
Nach seinem Fachabitur (Technik/Elektrotechnik) führte ihn der Lebensweg zunächst auf See. Acht Jahre lang war er als Obermaat und Techniker auf dem Messboot Oste auf den Meeren unterwegs.

Die Begeisterung für Technik nahm er auch bei seinen späteren Tätigkeiten an Land weiter auf und ließ sich - nach Birnbach zurückgekehrt - von Dieter Ochsenbrücher für die heimische CVJM-Arbeit begeistern.
Hier engagierte er sich auf vielerlei Weise und brachte auch seine sportlichen Vorlieben mit ein. Vor Ort und in der überregionalen CVJM-Arbeit.

Viele können sich noch an die CVJM-Jungschartage oder die gemeinsamen Spielfeste des CVJM mit Grün-Weiß Birnbach erinnern: der „Tüftler“ Christian hatte immer knifflige und herausfordernde Technik aufgebaut und sein „Big Blums“, der "verdrehte Gokart" oder das Radeln als Antrieb einer Eisenbahn sind noch lebhaft vor Augen.

Sportlich auch sein Ansatz 2015 junge Geflüchtete in die Gemeinde einzuladen und über Gemeinsames (Tischtennis etc.) zu integrieren; oder sein Lebenstraum, als er sich mit dem Fahrrad aufmachte nach Jerusalem.

Ökumenische Impulse setzte er gerne, ob gemeinsam bei den Evangelischen Kirchentagen/Katholikentagen, gemeinsame Kreuzwege mit dem Männerkreis und der stete Austausch der „Birnbacher“ mit der Karl-Rahner-Akademie.

Die Diskussionen um gelebtes Christsein brachten auch deren Angebote in unsere Region und Herausforderndes um „Gott und die Welt“ nutzte Christian gerne auch für Gesprächsansätze mit jedermann/jederfrau. Hartnäckigkeit und großangelegte Blicke „in die Tiefe“ zeichneten Christian als Ökumeniker auch aus, als er seinen Alterswohnsitz in Weyerbusch genau zwischen die beiden konfessionellen Predigtstätten legte.

In Gedanken bleibt er nun bei und zwischen uns. Seinen Bestattungsort wählte er in der Ferne - in seinem geliebten Meer.

In einem Gedenkgottesdienst am 25. März, 14 Uhr, in der katholischen Kirche Weyerbusch wird an ihn erinnert.

„Farewell, Christian“ und schaue, was Du geglaubt hast!

Erhard Scheffler

Er wird uns fehlen: Kurz vor Weihnachten verstarb unser ehemaliger Presbyter Erhard Scheffler aus Weyerbusch mit 87 Jahren.
Wir sind traurig, dass er nicht mehr unter uns ist.

Aber es bleibt viel von ihm bei uns; wir sehen es gut beim genauen Hinsehen:

Denn Erhard Scheffler war nicht nur lange Jahre Presbyter, sondern wirkte auch als langjähriger Baukirchmeister. Bei den entscheidenden Renovierungsphasen der Birnbacher Kirche in den siebziger und den 2000er Jahren hat er als fachkundiger Praktiker viel Gutes bewirkt und auch bei anderen Bauangelegenheiten seine Spuren hinterlassen.
Doch Erhard Scheffler bereicherte das Gemeindeleben auch jenseits der Bau-Angelegenheiten, auch im Kirchenchor gehörte er zu den zuverlässigen Sängern und bereicherte damit viele Gottesdienste, Konzerte und Ständchen. (Hier ein Foto beim Singen im Kirchenchor/Foto: Erhard Waßmuth)

Um einiges stiller, aber bedeutsam war ein weiterer Dienst des Weyerbuschers: Erhard Scheffler brachte jeden Montag die sonntäglichen Predigten zu den Menschen, die aufgrund von Alter und Krankheit die Gottesdienste nicht mehr besuchen konnten und verband sie so mit der Gemeinde. Auch das langjährige Austragen des Gemeindebriefes war ihm und uns ein wichtiger Dienst! Dafür sind wir dankbar!

Wir trauern mit Erhards gesamter Familie um einen lieben Menschen, den sie nun in Gottes guten Händen wissen.

Helmut Grab

Trauer in der Kirchengemeinde Birnbach und bei den Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores Birnbach:  der langjährige Bläserfreund Helmut Grab verstarb  im November im Alter von 88 Jahren.

Bis auf die letzten Monate, in denen sich Helmut aus dem aktiven Chorleben etwas zurückgezogen hatte, war er stets zur Stelle, wenn es galt, Gott zu ehren und den Menschen zur Freude zu musizieren.

1954 – also vor 70 Jahren – startete Helmut mit der Trompete im Posaunenchor und wurde schnell – unter vielen verschiedenen Chorleitern – zu einer Stütze der ersten Stimme.

Bei hunderten von Proben, Gottesdiensten, Ständchen, Konzerten, Bläsertreffen, Einsätzen bei Martinzügen oder Dorffeiern und weiteren fröhlichen und traurigen Anlässen war Helmut stets zur Stelle.

In früheren Zeiten übernahm er zudem auch Busfahrdienste, wenn es für die BläserInnen mal auf „große Tour“ ging. Achtsam absolvierte er nicht nur seinen Bläserdienst, sondern hatte auch stets ein offenes Ohr und Herz für seine ChorkollegInnen.

Neben seinem Bläserdienst kennen ihn viele auch als „Unterstützer“ von Ehefrau Anneliese in ihrem langjährigen Küsterdienst im Gemeindezentrum Weyerbusch. Über viele Jahre lebte Familie Grab auch im Gemeindezentrum und „hütete“ unseren Treffpunkt.

Die Kirchengemeinde Birnbach trauert mit Anneliese und der gesamten Familie um einen lieben Menschen, den sie nun in Gottes guten Händen wissen.

Dr. Klaus Seevogel

Als Kirchengemeinde trauern wir um Dr. Klaus Seevogel, der im September im Alter von 89 Jahren verstorben ist und über viele Jahre auch die Geschicke der Gemeinde mit leitete.

Klaus Seevogel hat nach seinem Renteneintritt fast sofort Verantwortung für diese, jetzt seine Gemeinde übernommen. Als Presbyter und stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums (2000 – 2008) hat er maßgeblich an der Neukonzeptionierung der Gemeinde mitgearbeitet.
Im Theologieausschuss (2000 – 2014) war er mit seinen profunden theologischen Kenntnissen dabei, als wir unseren Gottesdienst modernisiert und entschlackt haben.

Und darüber hinaus war er auch als einfaches Gemeindeglied immer, zusammen mit seiner Frau Ingrid, daran interessiert, dass die Gemeinde ihre diakonische Pflicht gegenüber Menschen in Not ihm Blick behält.

„Alles das hat Klaus immer mit seiner zurückhaltenden und liebevollen Art versucht umzusetzen. Nicht laut, aber sachlich fundiert. Und beileibe nicht trocken, sondern mit einem feinen hintersinnigen Humor gewürzt. Sein verschmitztes Lächeln bei mancher Gelegenheit wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben“, unterstrich Prädikant Frank Schumann beim Trauergottesdienst.

Die Kirchengemeinde Birnbach trauert mit Ingrid Seevogel-Marenbach und der gesamten Familie um einen lieben Menschen, den sie nun in Gottes guten Händen wissen.