Bevollmächtigenausschuss feierlich eingeführt und langjährige Presbyter:innen voller Dankbarkeit verabschiedet

In einem besonderen Gottesdienst – wunderbar begleitet vom Posaunenchor unter der Leitung von Alfred Stroh – wurde gestern in der Birnbacher Kirche der neue Bevollmächtigenausschuss feierlich eingeführt. Gleichzeitig verabschiedete die Gemeinde ihre bisherigen Presbyterinnen und Presbyter, die in den vergangenen Jahren Verantwortung getragen, Entscheidungen getroffen und das Gemeindeleben mit viel Engagement geprägt haben. Eingesegnet und verabschiedet wurden sie in diesem festlichen Rahmen durch Pfarrer Jurij Lange. Es war ein Abend voller Dankbarkeit, bewegender Worte und spürbarer Verbundenheit.

Die Kirche war gut gefüllt, viele Gemeindemitglieder waren gekommen, um diesen Übergang gemeinsam zu begehen. Man merkte schnell: Dies war kein formeller Akt, sondern ein Moment, der Herzen berührte. Mit Gebeten, Segensworten und persönlicher Ansprache stärkte Pfarrer Jurij Lange die Mitglieder des neuen Ausschusses für ihre bevorstehenden Aufgaben und stellte ihren Dienst unter Gottes Zuspruch.

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Gleichzeitig lag ein besonderer Schwerpunkt des Gottesdienstes auf dem Dank an die bisherigen Presbyter:innen. Sie wurden gewürdigt, ihre Zeit, ihre Ideen, ihr Durchhaltevermögen und ihre oft stille, aber verlässliche Arbeit sichtbar gemacht. Viele von ihnen haben über Jahre hinweg Kreise und Gruppen begleitet, Feste organisiert, schwierige Entscheidungen mitgetragen und immer wieder den Blick auf das Wohl der Gemeinde gerichtet. Dafür gab es an diesem Abend ehrliche Anerkennung und herzlichen Applaus.

Dankbar wurden die ausscheidenden Presbyter und Presbyterinnen verabschiedet: Peter Dieck, Marianne John, Elke Schumann, Astrid Schmidt, Petra Popatnig und Renate Breitenbach (v.l.)

Ein ganz besonderer Dank galt dabei auch der Schöneberger Küsterin Erika Zimmermann, sowie der Mehrener Gemeindehausbetreuerin Karola Lindscheid, die nach langjährigem, aktivem Dienst nun in den Ruhestand wechseln. Beide haben die Arbeit in der Kirchengemeinde über viele Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt. Ihr Engagement ging weit über das Erwartbare hinaus. Sie waren Ansprechpartnerinnen, Mitdenkende und oft auch Brückenbauerinnen in herausfordernden Zeiten. In den Worten der Würdigung wurde deutlich, wie sehr ihre Präsenz und ihr Einsatz fehlen werden, und zugleich, wie tief ihre Spuren im Gemeindeleben verankert bleiben. Die Gemeinde verabschiedete sie mit großer Wertschätzung, Dankbarkeit und den besten Wünschen für den neuen Lebensabschnitt und ist gleichzeitig dankbar, dass beide dem Bevollmächtigtenausschuss erhalten bleiben.

Auch unsere ehemaliger Diakon Wilfried Grab, an den sich die Gemeinde noch liebevoll erinnert, wurde, obwohl bereits seit längerem im Ruhestand, nun als Prädikant verabschiedet. In seiner Laudatio stellte Frank Schumann besonders dessen Einsatz für die Feier des Abendmahls mit Kindern in den Vordergrund. Wilfried Grab war sichtlich gerührt – traf ihn diese Verabschiedung offenbar ganz unvorbereitet. Er erfreute sich daran, „dass ihn alle immer noch mögen würden.“ Auch bei ihm gibt es einen Wermutstropfen – er bleibt dem Posaunenchor als aktives Mitglied erhalten und wir freuen uns, ihn bei dem ein oder anderen Gottesdienst wiederzusehen und zu hören.

Der Gottesdienst selbst war geprägt von einer warmen Atmosphäre, von persönlichen Momenten und ehrlicher Emotion. Lachen und Nachdenklichkeit lagen nah beieinander, ebenso wie Erinnerungen an gemeinsame Wege und der Ausblick auf das, was vor der Gemeinde liegt. Dass es in der Kirche dabei eher kühl als kuschelig war, wurde mit Humor genommen. Vielleicht war es gerade diese kleine Unannehmlichkeit, die den Abend noch authentischer machte. Denn die Herzlichkeit, die in den Worten, Blicken und Gesten spürbar war, wog die eher niedrigen Temperaturen mehr als auf.

Viele Gäste blieben nach dem Gottesdienst noch bei leckerstem Finger-Food beisammen, suchten das Gespräch, tauschten Erinnerungen aus und nutzten die Gelegenheit, persönlich Danke zu sagen. Es wurde deutlich, wie stark die Verbundenheit innerhalb der Gemeinde ist und wie wichtig solche gemeinsamen Momente des Innehaltens und der Würdigung sind.